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Die wichtigsten Infos
 


Die Geschichte. 2007 ist die 29. Auflage der Rallye Dakar. Berühmt geworden als „Paris – Dakar“ erstmals ausgefahren zum Jahreswechsel 1978/1979 von 107 Startern.

Die Organisation. Die veranstaltende Amaury Sport Organisation A.S.O. ist Nachfolger der Organisation des „Dakar-Erfinders“ Thierry Sabine TSO. A.S.O. organisiert so namhafte Veranstaltungen wie die Tour de France und andere Rad-Klassiker, den Marathonlauf in Paris und Barcelona oder die French Open im Golfen. A.S.O. ist Teil einer großen Mediengruppe mit bekannten Zeitungs- und Magazintiteln (L’Equipe, Le Parisien, France Football u. a.).

Die Teilnehmer. In Lissabon gingen 233 Motorräder, 14 Quads, 185 Geländewagen und 85 Lkw aus 42 Nationen in der Rennwertung an den Start, darunter 27 Frauen. Das Ziel in Dakar erreichten 132 Motorräder und Quads, 109 Geländewagen und 60 Lkw. Viele Neulinge: 39 Prozent starteten zum ersten Mal. 40 Prozent der Teilnehmer sind zwischen 18 und 39 Jahre alt.

Die Strecke. Nach Wegfall der Schleife durch Mali beschränkte sich die Strecke diesmal auf eine Gesamtlänge von 7.915 Kilometern. Davon wurden 4.309 Kilometer in 14 Wertungsprüfungen auf Zeit gefahren. Die Strecke führt diesmal durch Portugal, Spanien, Marokko, Mauretanien und den Senegal.

Die Zeit. Mitsubishi-Pilot Stephane Peterhansel legte als Sieger bei den Geländewagen eine Gesamt-Wertungszeit von 45 Stunden, 53 Minuten und 37 Sekunden vor, Bike-Champ Despres brauchte mit seiner KTM für die gleiche Strecke 51:36:53, Hans Stacey mit dem MAN 54:03:05.

Die Logistik. Der Rallye-Tross umfasst rund 2.500 Personen. Der Orga-Fuhrpark besteht aus 37 Fahrzeugen: zehn Geländewagen für die Streckenkontrollen, zwei Vorausfahrzeuge, zehn Fahrzeuge für die ärztliche Versorgung und sechs TVFahrzeuge. Neun Trucks übernehmen Transportaufgaben bis hin zum gefürchteten „Besenwagen“, der das Ende der Rallye markiert. Wer vom Besenwagen eingeholt wird, für den ist die Rallye beendet. Zehn Helikopter werden für Orga, Medizin und TV eingesetzt. Elf Lkw sichern die Versorgung. 77 Personen umfasst das Catering: 55 im Service und 22 in der Küche. Täglich werden 12.000 Halbliterflaschen Wasser und 1,5 Tonnen Lebensmittel benötigt.

Die Regeln. Besonderes Augenmerk gilt der Einhaltung der technischen Regeln und der Sicherheit (siehe auch „Die Sicherheit“). Für Biker und Trucker gilt ein Speedlimit von 150 km/h. Servicefahrzeuge fahren andere Routen als die Wettkämpfer, ein Grund für die große Zahl der in Rennwertung startenden Lkw. Denn nur die dürfen unterwegs Hilfe leisten.

Die Sicherheit.Die Sicherheit der Bevölkerung ist ein sensibles Thema. Mit 45.000 z. B. an den Schulen verteilten Comics versuchten die Veranstalter in diesem Jahr, die Bevölkerung entlang der Strecke zu sensibilisieren. Vorausfahrzeuge und Radiospots signalisieren die herannahende Gefahr. Der Veranstalter überwacht mit modernster Messtechnik scharf die vorgeschriebenen Maximalgeschwindigkeiten (30 oder 50 km/h) innerhalb von Ortschaften. Für Servicefahrzeuge gelten 90 km/h (Trucks) und 120 km/h (Pkw) als Höchstgeschwindigkeit. Verstöße werden mit hohen Strafen belegt. Die Anzahl der Kontrollen wurde gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Die Sprache. Begriffe wie Fech Fech (feiner Sand ohne jede Traktion), Kamelgras (betonharte, hohe Höcker im Gelände mit Grasbewuchs) oder Fast Service (Servicefahrzeuge in der Rennwertung) lassen Unwissende oft nichts verstehen. So wird als Biwak das vom Veranstalter organisierte Lager am Ende einer jeden Etappe bezeichnet. Das Roadbook dient der Vorgabe der zu absolvierenden Strecke.

Die Helfer. Insgesamt 54 Ärzte stellen die medizinische Versorgung sicher, sechs als „Flying Doctors“ in den Hubschraubern, 20 mit Fahrzeugen und 24 stationär im Biwak. Vier Ärzte koordinieren die Einsätze.

Die Medien. Rund 550 Journalisten berichten für mehr als 300 verschiedene Medien, etwa 160 davon reisen mit. Die TV-Übertragungszeiten summieren sich auf mehr als 550 Stunden in 178 Ländern. Die Seiten unter www.dakar.com wurden im Januar mehr als 38 Millionen mal von mehr als 2,3 Millionen Besuchern angeklickt.

Die Marken. Mit sieben Siegen ist die russische Marke Kamaz bisher am erfolgreichsten, gefolgt von Tatra mit sechs Siegen. Dann folgen Mercedes-Benz mit fünf und Perlini mit vier Siegen. Jeweils einen Sieg verbuchten bisher DAF, Hino, ALM und Sonacome und MAN. 2007 starteten Lkw von zehn verschiedenen Herstellern. 24 MAN und 27 Mercedes-Benz sowie Unimog bildeten die Masse. Dann folgte Ginaf mit neun Fahrzeugen vor Renault mit sieben Trucks. Je drei Fahrzeuge stammen von DAF, Kamaz, Tatra und Iveco, zwei von Hino (Toyota) und einer von Liaz. Damit ist ein buntes Starterfeld gewährleistet.

 
 
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